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Seite 1 von 2 Werte Gäste,
diese Zeilen sollen Ihnen einen kleinen Blick in die Geschichte dieses Hauses vermitteln. Wenn den einheimischen Besuchern noch Daten oder Ereignisse in Erinnerung sind, die ich ganz einfach noch nicht kennen kann, bitte erzählt es mir, für alle Anderen ist es ein kleiner Spaziergang durch die „Lebens-Zeit“ des Hauses und seiner Bewohner. An das vorhandene Wohnhaus der Familie Ortlepp wurde bis 1924 der Gaststättenteil angebaut und im selben Jahr in Betrieb genommen.
Der vorgesehene Name „Gasthaus zum Schützen“ ist leider nicht angewendet worden, erklärt sich aber aus der Tatsache, dass es einen „Schützenhof“ in Suhl gab und eine feste Größe im Gastgewerbe der Stadt darstellte, so dass man den Namen "Haseltal", welches unterhalb des Hauses verläuft, für angebrachter hielt. Aber auch das „Haseltal“ ist in Suhl zu einer guten Adresse geworden. Die Familie Ortlepp hat mit viel Engagement dazu beigetragen. Es gab auch damals schon neben der Gaststätte Fremdenzimmer, weiterhin befanden sich ein Laden für Lebensmittel, ein Milchgeschäft und eine Büchsenmacherwerkstatt im Haus.
Wie in vielen Epochen üblich, reichte ein Gewerke nicht aus um die Familie zu versorgen, also wurden mehrere Tätigkeiten ausgeführt, die wenn möglich, zueinander passten. Wer den beschwerlichen Weg nach Suhl auf sich nahm, um beispielsweise eine Feuerwaffe zu erwerben, der brauchte auch Zeit, einmal für die Reise, zum anderen für die Verhandlungen über Ausstattung und Preis der „Büchse" oder „Flinte“.
Es bot sich also an, wenn möglich, alles unter einem Dach erledigen zu können: - Produktionsstätte und Verkauf der Ware
- Versorgung und Beherbergung während des Aufenthaltes
- Erwerb der Reiseutensilien für die Heimfahrt.
All das wurde dem Besucher hier geboten. Im Laufe der Jahre sind Büchsenmacherwerkstatt, Milch- und Lebensmittelladen aus dem Erscheinungsbild verschwunden, aber die Gaststätte und die Fremdenzimmer waren durchweg in Betrieb.
Nachdem 1989 das Haus verkauft wurde, war es bis 2005 ein Bulgarisches Restaurant und ist in dieser Zeit modernisiert worden. Herr Germanov, der Besitzer, setzte sich noch 2005 zur Ruhe. Meine Familie und ich erwarben das Gebäude von Ihm. Wir werden die Tradition fortführen und nach und nach mit kleinen Ausstellungsstücken die Geschichte weiter leben lassen.
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